Fehlt ein Ersatzteil, das nicht mehr lieferbar ist? Wir rekonstruieren Kunststoffteile im CAD und drucken sie in passendem Material. Grundlage kann eine Skizze sein, Fotos mit Massangaben oder das defekte Teil selbst — auch zerbrochen, weil sich aus den Bruchstücken oft mehr Geometrie ablesen lässt als aus einer Skizze.
Wir fertigen Einzelstücke und Kleinserien (typisch 1 bis 50 Stück). Je nach Belastung des Teils wählen wir FDM (PLA, PETG), SLS (PA12) oder SLA-Harz. PA12 (SLS) hat den Vorteil, dass mechanisch belastbare Teile auch in komplexer Geometrie ohne Stützstruktur druckbar sind. Dafür ist PA12 (SLS) nur in Anthrazit erhältlich. Bei sehr hohen Temperaturen oder UV-Belastung sprechen wir Materialalternativen mit Ihnen ab.
Bei der Sanierung eines Wohnblocks waren die originalen Kurbelösen aus Kunststoff brüchig geworden und nicht mehr lieferbar. Wir haben die Geometrie aus einem defekten Exemplar abgenommen, im CAD rekonstruiert und neue Aufnahmen aus PA12 (SLS) gefertigt. PA12 ist zäh, UV-beständig und übersteht den dauernden Drehkraft-Einsatz besser als das ursprünglich verwendete Material.
Mit den Jahren werden Kunststoffabdeckungen an Fensterbeschlägen spröde und brechen. Für eine Liegenschaft, bei der die Originale nicht mehr lieferbar waren, haben wir die Abdeckungen per Reverse Engineering nachgebaut und nachproduziert — passgenau, gleiche Optik, einheitliches Erscheinungsbild über alle Fenster.
Bei der Umstellung einer Flaschenabfülllinie auf eine neue Flaschensorte brauchte es angepasste Einsätze. Wir haben die Masse der neuen Flasche und das CAD des bestehenden Einsatzes kombiniert und farblich codierte Einsätze in PA12 (SLS) gefertigt. Die Farbcodierung erleichtert dem Personal die Zuordnung beim Sortenwechsel — ein Detail, das im Spritzguss-Werkzeug deutlich teurer gewesen wäre.
Ein defektes Kunststoff-Verbindungsstück hätte einen Pingpongtisch in den Sperrmüll gebracht. Die Nachbarschaftshilfe wollte das verhindern. Wir haben das defekte Teil im CAD nachgebaut und in PA12 (SLS) reproduziert — der Tisch steht heute wieder.
Geerbte Porzellanbehälter, Originaldeckel im Lauf der Jahre verloren. Wir haben die Behälteröffnungen vermessen, passende Deckel im CAD konstruiert und in PLA gedruckt. Der pinke Farbton war ausdrücklicher Wunsch der Kundin — bewusster Bruch zur Porzellan-Optik statt Versuch einer Imitation.
Ein älterer Kindersitz war nicht mehr lieferbar, die Gurtschnalle gebrochen. Wir haben die Schnalle aus dem defekten Original abgenommen und in PA12 (SLS) reproduziert — zäh und mechanisch belastbar genug für den Gurtzug. Hinweis: Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist der 3D-Druck immer eine Einzelfall-Entscheidung. Wir besprechen Material und Belastungsfall vor der Fertigung.
Defekter Griff am Koffer, kein Ersatzteil mehr lieferbar. Wir haben den Mechanikteil im CAD nachgebaut und in PA12 (SLS) reproduziert. Der Koffer ist seither wieder im Reise-Einsatz. Häufiger Fall — viele Koffer-Hersteller bieten Ersatzteile nur 5 Jahre lang an, der Koffer hält oft länger.